Die Bestandteile unserer Nahrung im Überblick

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die nicht oder nur teilweise vom menschlichen Verdauungssystem abgebaut werden können. Trotzdem sind Ballaststoffe kein unnötiger Ballast, wie man früher glaubte, sondern vielmehr eine Verdauungshilfe. Sie quellen im Darm auf und erhöhen damit die Menge des Nahrungsbreis, wodurch in Folge mehr Verdauungssäfte fließen. Für den Körper sind sie außerordentlich wichtig, da sie unter anderem Giftstoffe binden. Sie sind ausnahmslos in pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide und Vollkorn-Getreideprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten enthalten.

Eiweiß

Eiweiße, auch Proteine genannt, bestehen aus Aminosäuren und sind für uns lebensnotwendig. Viele dieser Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht selbständig herstellen. Diese „essenziellen Aminosäuren“ müssen daher laufend dem Körper zugeführt werden. Das Protein kommt sowohl in tierischen, als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wobei das tierische Protein für den Menschen aufgrund seiner höheren biologischen Wertigkeit besser verwertbar ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es vom Aufbau her dem Eiweiß des menschlichen Körpers ähnelt und körpereigene Substanzen leichter aufgebaut werden können. Zu den wichtigsten Eiweißlieferanten zählen Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte sowie Getreide.

Fette

Fette (auch Lipide genannt) setzen sich aus Glycerin und Fettsäuren zusammen. Generell unterscheidet man zwischen den gesättigten Fettsäuren (z.B. die Stearinsäure in Fleisch und Wurst), den einfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. die Ölsäure in Olivenöl) und den mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. die Linolsäure in Sonnenblumenöl). Viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren – wie beispielsweise die Linolsäure – müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Sie sind jedoch lebensnotwendig und werden daher auch „essenzielle Fettsäuren“ genannt. Bei den so genannten „Neutralfetten” (Triglyceriden) handelt es sich um die im Körper am häufigsten auftretenden Lipide. Während aufgenommene Fette vor allem dem Energiebedarf und als Speicherfett dienen, sind essenzielle Fettsäuren insbesondere für den Aufbau der Zellmembranen verantwortlich.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate machen den mengenmäßig größten Teil aller Nahrungsbestandteile aus und sind zusammen mit den Fetten starke Energielieferanten. Grundsätzlich gibt es vier Arten von Kohlenhydraten:


Monosaccharide
(Einfachzucker) treten in Form von Glucose, Traubenzucker, Fructose, Fruchtzucker und Galactose auf, sind leicht löslich und werden sehr schnell ins Blut aufgenommen. Sie schmecken süß und kommen zum Beispiel in Obst und Honig vor.

Disaccharide (Zweifachzucker) treten in Form von Saccharose, Haushaltszucker, Maltose, Malzzucker, Laktose und Milchzucker auf. Sie schmecken schwach süß bis süß, sind gut löslich und werden schnell ins Blut aufgenommen. Saccharose kommt unter anderem in Zuckerrüben vor, Maltose in keimender Gerste und Laktose in Milch.

Polysaccharide (Vielfachzucker) treten in Form von Stärke und Glykogen auf. Sie müssen erst gespalten werden, gehen langsam ins Blut und schmecken nicht süß. Stärke kommt unter anderem in Getreide, Gemüse und Kartoffeln vor, Glykogen ist ein „Speicherkohlenhydrat” und ist in der Leber und in Muskeln enthalten.

Polysaccharide (Ballaststoffe) treten in Form von Cellulose und Pektin auf. Sie sind unverdaulich und binden Giftstoffe. Sie sind ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten wie Getreide, Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchten.

Mineralstoffe, Spurenelemente und Ultraspurenelemente

Mineralstoffe und Spurenelemente zählen zu den anorganischen Bestandteilen unserer Nahrung. Sie sind ebenfalls lebensnotwendig, da sie vielfältige Aufgaben hinsichtlich des Wachstums und Stoffwechsels übernehmen. Je nach Zufuhrmenge unterscheidet man zwischen Mengenelementen bzw. Mineralstoffen (z.B. Calcium, Kalium, Magnesium), Spurenelementen (z.B. Jod, Selen, Zink) und Ultraspurenelementen (Aluminium, Antimon, Barium).

Vitamine

Einer der wichtigsten Bestandteile, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen, sind die Vitamine, die insbesondere in Obst und Gemüse vorhanden sind. Diese wirken im Körper wie Katalysatoren und werden für sehr viele Stoffwechselvorgänge benötigt. Führt man unzureichende Mengen an Vitaminen zu, kann es zu Mangelerkrankungen kommen. Jedoch sollte man es mit der Vitaminzufuhr nicht übertreiben, da sich einige Vitamine wie zum Beispiel das Vitamin A bei Überdosierung negativ auswirken und sogar zu Vergiftungserscheinungen führen können. Da Vitamine äußerst empfindlich gegenüber Wasser, Hitze und Licht sind, sollte man dies bei der Lagerung und Zubereitung beachten.